Jugend des Pfarrverbandes Au - Kematen - Dettendorf
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Zuschüsse für Kirchenrenovierung St. Martin Au bewilligt

Au(pes)-Die Pfarrkirche „St. Martin“ in Au wurde 1706 vom Hausstädter Baumeister Abraham Millauer nach einem Entwurf des genialen Architekten seiner Zeit Wolfgang Dientzenhofer  im Stil des Barocks erbaut. Aus dieser Zeit stammen unter anderem die fein in Stuck geformten Arkanthusranken, Kartuschen und Rosetten. Das Deckengemälde schuf  1864 der Münchner Maler Thomas Guggenberger.

Das künstlerische Schmuckstück aus einer verspielten Zeitepoche in der das Licht der Schöpfung im Mittelpunkt stand, ist in die Jahre gekommen und mit hohem Aufwand sanierungsbedürftig. Nach vorläufigen Schätzungen belaufen sich die Gesamtkosten auf fünf Millionen Euro.

Große Freude und Erleichterung kam jedoch bei der Auer Kirchenverwaltung nach Eingang eines Schreibens der Finanzkammer des Erzbischöflichen Ordinariats für München und  Freising auf. Nach Abschluss intensiver Budgetberatungen gewährt die Kammer einen  Zuschuss von 4,56 Millionen Euro und damit stolze 92 Prozent der Finanzierungskosten. Die restlichen acht Prozent in Höhe von 442.000 Euro müssen nach einem fein ausgeklügelten Finanzierungsplan als Eigenanteil der Pfarrei St. Martin gestemmt werden.

Die Kirchenverwaltung beschloss im Juni 2007 die Innenrenovierung der Pfarrkirche. Rund um das Gotteshaus wurden mehrere kleinere Projekte die  durch Hand- und Spanndienste von Mitgliedern der Pfarrgemeinde und Helfern umgesetzt. Nach Erneuerungen von Regenwasserableitungen und Sockelsanierungen rund um das Kirchengebäude legten viele Helfer fleißig Hand an nach Ausbau und Einlagern des Kirchengestühls die Böden auf den beiden Emporen zu erneuern. Nach Abschluss der Arbeiten wurde kaum bemerkt, die Einrichtungen an ihren angestammten Platz zurück gebaut.

 

Die bevorstehende Innenrenovierung erfolgt nach Auskunft von Kirchenverwalter Marinus Astner und den Plänen des Architekturbüros Krug-Grossmann aus Rosenheim  in drei Bauabschnitten. Im Spätherbst dieses Jahres, wenn die Fledermauskolonie ins Winterquartier abgewandert ist, beginnt die Sanierung des Dachstuhls, der durch Braunfäule, weißem Porenschwamm und Schädlinge stark geschädigt ist. Eine Herausforderung für die Zimmerer dürfte die Erneuerung der kompliziert gestalteten Tragwerkskonstruktion sein. Für diese Maßnahme  wurden vom EOM heuer noch 603.000 Euro zugesagt.

In der zweiten Etappe im nächsten Jahr, zugesagt wurde ein Zuschuss von 1,5 Mio. Euro, widmen sich Handwerksbetriebe der kompletten Rohbaumaßnahme, angefangen mit neuer Heizung, elektrischer Anlagen, Wasser- und Abwasserinstallation. Der dritte Bauabschnitt umfasst die restauratorische Ausgestaltung der Raumschale, die Neuordnung der lithurgischen Orte und der Neumöbelierung der Sakristei.  Im neuen Glanz für Gläubige und Kirchenbesucher soll nach Vorstellung von Kirchenpfleger Marinus Astner und Pfarrer Albert Hell das barocke Gebäude 2018 erstrahlen. Sparen und Spenden haben für die Pfarrei St. Martin in Au  bis zum Abschluss des Projekts oberste Priorität. An Hand- und Spanndiensten werden 47.000 Euro eingerechnet. Zum Erhalt des Kulturerbes erstklassiger Barockbaumeister  stellt die Gemeinde Bad Feilnbach einen Zuschuss von 100.000 Euro in Aussicht. An Spenden sind noch 50.000 Euro aufzubringen und sind für die Pfarrei St. Martin ein willkommener Segen wenn sie auf das Konto 70011 der Kreissparkasse Au, BLZ 711 500 00 oder  Konto 2542242 Auer Geschäftsstelle der Volksbank-Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemgau e.G,  eingehen.

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